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OPG Spezial Parkinson

Wann, wenn nicht jetzt? Auf einer meiner letzten Surftouren hatte ich beim Besuch der inhaltlich und gestalterisch auf höchstem Nivau segelnden Internetpräsenz der „Parkinson Stiftung“ (ein Chapeau für die „Agentur Kaiserwetter“) einen zunächst unscheinbar wirkenden Beifang im Netz:

Branchendienst OPG (Operation Gesundheitswesen) OPG Spezial Ausgabe FEBRUAR 2026 zum Thema „Parkinson“

Eine kostbare Perle in den unendlichen Fluten der Fakemeldungen und Fehlinformationen, möchte ich – frei nach Yuval Noah Harari – sagen. Sie dürfte einen namhaften Teil des Werbeetats der Parkinson Stiftung beansprucht haben. Stopp! Bitte nicht falsch verstehen! Wenn wir Gutes tun und gehört werden wollen, dann dürfen und müssen wir auch darüber reden, es scheint der Parkinson Stiftung ernst damit zu sein, in Deutschland an vorderster Front den Kampf gegen Parkinson aufzunehmen. Und meine unerschütterliche Meinung dazu: Der erste Schritt in diesem Kampf ist eine Bildungsaufgabe!

[Nachtrag am 22.02.2026] Der Parkinson Stiftung gebührt Dank, dass sie sich dieser Aufgabe angenommen hat und die Mittel dafür eingesetzt hat. Jeder in Aufklärung und Bildung investierte Euro wirkt über den Effekt der Weiterverbreitung der vermtelten Bildung als ein Multiplikator und muss als lohnende Investition betrachtet werden!

Parkinson sichtbar machen – Aufklärung für bessere Versorgung.

So schreibt die Parkinson Stiftung aktuell auf ihrer Website. (Hervorhebungen der zitierten Sätze durch den Autor dieses Beitrags)

Meine Rede seit Jahren!

Die Parkinson Stiftung schreibt auf ihrer Website weiter:

[…]

Über 400.000 Menschen in Deutschland leben mit Parkinson – Tendenz steigend. *

* Das RKI, so heißt es, beobachte jedoch paradoxerweise eine rückläufige Tendenz bei den Parkinsonfallzahlen in Deutschland. Das erscheint mir nicht paradox – das lässt sich m. E. mit den bei uns in den vergangenen Jahrzehnten gesunkenen Emmissionsraten krankmachender Schadstoffe aus Verkehr und Industrie erklären.

Mal kurz am Rande: Stellt Euch die Großstadt London am Beginn des 19. Jahrhunderts vor: mitten im Sog einer im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden industriellen Revolution, mit unkontrollierten offenen Feuerstellen, Brennöfen, Schmelztiegeln usw. Die Luft ist atemberaubend rußgeschwängert. Ist es denn ein Wunder, das Dr. James Parkinson seine Entdeckung eben gerade zu dieser Zeit in dieser Stadt macht?

Ein Schelm, der darin einen Zusammenhang sieht?

Doch trotz dieser hohen Zahl bleibt die Erkrankung in der gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Wahrnehmung oft unsichtbar.

Danke! Meine Rede seit 1896!

Die Folge: erhebliche Versorgungslücken, die den Alltag von Patient:innen und ihren Angehörigen massiv belasten.

Die Versorgungsrealität ist besorgniserregend: Die ambulante Versorgung komplexer Parkinson-Patient:innen ist personell und zeitlich kaum noch umsetzbar. Der Zugang zu spezialisierten Fachärzt:innen variiert regional stark,

viele Betroffene leiden jahrelang unter unspezifischen Symptomen wie Schlafstörungen, Geruchsverlust oder Depressionen, bevor die Diagnose gestellt wird – wertvolle Zeit, in der Therapieoptionen verpasst werden.

JA, danke! Der erste Schritt, die Wahrnehmung des IST-Zustands. Hinschauen! Was sehen wir? Endlich spricht mal jemand diese schlichten und ergreifenden Wahrheiten aus!

Deshalb ist Aufklärung auf allen politischen Ebenen essenziell.

Danke! Der erste Schritt auf dem Weg in eine Zukunft ohne Parkinson ist eine Bildungsaufgabe! Das predige ich seit Jahren!

Entscheider:innen in Bund, Ländern und Kommunen müssen verstehen:

Parkinson ist keine Randerscheinung, sondern eine Volkskrankheit, die dringend strukturelle Verbesserungen in der Versorgung benötigt.

Nur wenn die Erkrankung in der Gesundheitspolitik und Gesellschaft stärker wahrgenommen wird, können Versorgungsstrukturen ausgebaut, Früherkennung etabliert und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessert werden.

Ja! Sollte es tatsächlich wahr werden? Formiert sich jetzt vielleicht im Zentrum Mitteleuropas der bislang kaum vernehmbare Chor, der seine Stimme gemeinsam laut und unüberhörbar schallen lässt:

PARKINSON ALARM!

Die Parkinson Stiftung schreibt auf ihrer Website weiter:

[…]. In zahlreichen Interviews kommen die Herausforderungen rund um das Krankheitsbild zur Sprache.

Einige Gesprächspartner:

  • Prof. Jens Volkmann (Neurologe): Umweltverschmutzung als Trigger?
  • Andreas Moroff (Patient): Weniger Arzneimittel durch Tischtennis
  • Prof. Georg Ebersbach (Neurologe): Was ist gut für die Hirngesundheit?
  • Markus Langer (Patient): Zum Coming-Out am Arbeitsplatz
  • Prof. Josef Hecken (G-BA): Gravierender ist der Fachkräftemangel

Hintergrund OPG Spezial

siehe dazu vor allem die OPG Homepage: https://www.pa-gesundheit.de/pag/opg-spezial-2026-februar-parkinson.html

Der seit 20 Jahren etablierte Branchendienst OPG (Operation Gesundheitswesen) mit seinen Analysen und Berichten zur aktuellen Gesundheitspolitik hat eine große Schwester: die Publikation OPG Spezial. Sie beleuchtet ein Thema facettenreich, tief und mit ansprechender Bildsprache. Die Spezialhefte richten sich an Leser:innen im politischen Umfeld. Die Fragestellungen sind kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Die ausgewogene journalistische Darstellung macht das Heft zu einer geschätzten Informationsquelle und sensibilisiert für das Thema.

Eigendarstellung des OPG Branchendienstes

siehe auch…

https://www.politik-kommunikation.de/politik/graue-informationen

Das Inhaltsverzeichnis von „OPG Spezial Parkinson“ Februar 2026

[Nachtrag am 22.02.2026]

  • Parkinson Leben – Versorgen – Forschen
  • Editorial: Nervensache
  • I EINFÜHRUNG – VON DER ENTDECKUNG BIS HEUTE
  • Leben mit Parkinson
  • Zum Status quo in Versorgung und Forschung
  • Parkinson beobachtet Menschen mit Tremor
  • Von der ersten Beschreibung bis zur modernen Forschung
  • Krankheitslast Parkinson
  • Neuerkrankungen nehmen zu – mangelhafte Datenlage hierzulande
  • II. VERSORGUNG – WER UND WAS HILFT?
  • Bewegung und Rhythmus
  • Musik als externer Taktgeber – rhythmische Impulse unterstützen
  • Tischtennis drosselt die Medikation
  • Andreas Moroff über Sport als Heilmittel für Parkinsonerkrankte
  • „Das Coming-out war eine Befreiung“
  • Markus Langer zu Parkinson am Arbeitsplatz
  • Sport ist gut für die Hirngesundheit
  • Prof. Georg Ebersbach über Therapien bei ParkinsonOPG Spezial
  • © PAG, Februar 2026 • Seite 5
  • III. FORSCHUNG – SCHNELLER BESSER WERDEN
  • Frühmarker als Hinweis auf Parkinson erkennen
  • Prof. Daniela Berg zu Prävention und Früherkennung
  • Hunde als Früherkenner von Parkinson
  • Forscher lassen nichts unversucht
  • Bewegung: Große Multicenter-Studien fehlen
  • Therapeutische Wirkung besser wissenschaftlich belegen
  • Parkinson im Innovationsfonds
  • Mit digitalen Möglichkeiten die Versorgung verbessern
  • „Erprobte Projekte setzen sich nicht von allein durch“
  • Prof. Josef Hecken sieht Versorgung durch Fachkräftemangel gefährdet
  • Umweltverschmutzung könnte ein Trigger sein
  • Prof. Jens Volkmann zum Wissensstand bei Parkinson
  • IV. WAS MACHT DIE PARKINSON STIFTUNG?
  • Steckbrief: Parkinson Stiftung
  • Parkinson eine Stimme geben
  • Franziska Engehausen setzt auf politische Kommunikation
  • Was heißt … 
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  • © PAG, Februar 2026