Synapse ist ein Begriff aus der Neurobiologie und bezeichnet die Kontaktstelle zwischen zwei Nervenzellen – oder zwischen einer Nervenzelle und einer Muskel- bzw. Drüsenzelle.
An Synapsen wird Information weitergegeben.
Ein paar zentrale Gedanken dazu:
Signalübertragung
Eine Synapse sorgt dafür, dass ein elektrisches Signal in der einen Zelle in ein chemisches Signal umgewandelt wird (meist über Neurotransmitter) und in der nächsten Zelle wieder ein elektrisches Signal auslöst.
Elektrisch vs. chemisch
Die meisten Synapsen sind chemische Synapsen (z. B. mit Dopamin, Serotonin, Acetylcholin). Es gibt aber auch elektrische Synapsen, bei denen Signale direkt weitergeleitet werden – sehr schnell, aber weniger flexibel.
Neurotransmitter
Stoffe wie Glutamat (erregend) oder GABA (hemmend) bestimmen, ob das Signal in der nächsten Zelle verstärkt oder abgeschwächt wird.
Lernen & Gedächtnis
Synapsen sind veränderbar. Ihre Stärke kann zu- oder abnehmen (synaptische Plastizität). Das ist die biologische Grundlage von Lernen, Erinnerung und Anpassung.
Entwicklung & Abbau
Im Kindesalter werden extrem viele Synapsen gebildet, später werden unnötige Verbindungen wieder abgebaut („Synaptic Pruning“).
Übertragene Bedeutung
Im weiteren Sinne steht „Synapse“ oft auch metaphorisch für Verknüpfung, Verbindung oder Informationsaustausch, z. B. zwischen Ideen oder Menschen.
in Bezug auf Parkinson
Im Zusammenhang mit Parkinson spielt die Synapse eine ganz zentrale Rolle.
Bei der Parkinsonerkrankung geht es weniger darum, dass Nervenzellen sofort verschwinden, sondern zunächst darum, dass synaptische Kommunikation gestört wird.
1. Dopamin & Synapse
- In Parkinson sterben nach und nach dopaminerge Nervenzellen in der Substantia nigra ab.
- Diese Zellen senden ihre Signale über Synapsen in das Striatum, ein wichtiges Areal für Bewegungssteuerung.
- Dopamin wird dort an der Synapse freigesetzt und reguliert, wie stark Bewegungsimpulse weitergeleitet werden.
Weniger Dopamin an der Synapse bedeutet verlangsamte Bewegung (Bradykinese), Muskelsteife (Rigor), Zittern (Tremor). In welchem Ausmaß und ob im Einzelfall eines dieser Kardinalsymptome überhaupt auftritt, ist individuell verschieden.
„There are ten millions of Parkinson’s diseases“
2. Synaptische Fehlfunktion als frühes Problem
Aktuelle Forschung zeigt:
- Synapsen funktionieren oft schon schlecht, bevor die Nervenzelle stirbt.
- Es kommt zu:
- verringerter Dopaminfreisetzung
- gestörter Wiederaufnahme (Reuptake)
- veränderter Rezeptor-Empfindlichkeit
Man spricht deshalb von einer „Synaptopathie“ – einer Erkrankung der Synapsen.
3. α-Synuclein – ein synaptisches Protein
- Das Protein α-Synuclein kommt natürlicherweise an Synapsen vor.
- Bei Parkinson verklumpt es (Lewy-Körperchen).
- Diese Aggregate stören:
- Vesikeltransport
- Neurotransmitter-Freisetzung
- synaptische Plastizität
➡️ Die Synapse wird dadurch funktionell „verstopft“.
4. Therapie wirkt synaptisch
Parkinson-Therapien setzen genau an der Synapse an:
- L-Dopa → erhöht Dopamin an der Synapse
- Dopaminagonisten → aktivieren postsynaptische Rezeptoren
- MAO-B- & COMT-Hemmer → verhindern den Abbau von Dopamin im synaptischen Spalt
Sie verbessern die Signalübertragung, heilen aber die zugrunde liegende Degeneration nicht.
5. Zukunftsperspektive
Ein großes Forschungsziel ist:
- Synapsen schützen oder reparieren, bevor Nervenzellen endgültig verloren gehen.
- Synapsen gelten heute als früher Angriffspunkt der Erkrankung.
Kurz gesagt:
🧠 Parkinson ist auch – und vielleicht zuerst – eine Erkrankung der Synapsen.
Der Dopaminmangel zeigt sich dort, wo Information eigentlich weitergegeben werden sollte.
(Quelle: ChatGPT)
Ach ja – die 7 – die erste Ziffer meiner Postleitzahl!